Laub als Schlafsack für Stauden & Gehölze

Wenn sich die bunte Jahreszeit dem Ende zuneigt und die Laubbäume ihr Kleid abwerfen, bedeutet das für Einige oft noch einmal unliebsame Arbeit! Es gibt allerdings auch einen positiven Aspekt:

Gärtner, die sogar mal ein Auge zudrücken und den Garten im Winter mehr oder weniger seinem Schicksal überlassen, profitieren im nächsten Frühjahr von einem sehr nährstoffreichen Boden.

Unsere fleißigen Gartenbewohner, allen voran der Regenwurm, tragen dazu bei, dass ein Teil des Laubes in den Boden gezogen wird und sich zu Humus verwandelt. Zusammengerechtes Laub bietet unter anderem auch Tieren, wie dem Igel, eine notwendige Überwinterungshilfe. Sie sollten allerdings darauf achten, dass Ihre Rasenflächen über den Winter immer vom Laub freigeräumt bleiben, da sie sonst unter den Blättern ersticken würden.

Das zusammengefegte Laub lässt sich dann wieder an anderer Stelle zu einem Schlafsack für frostempfindliche Stauden umfunktionieren. Dankbar sind unter anderem Rittersporn und Sonnenhut, aber auch zwei- oder mehrjährige Kräuter, wie z.B. Salbei, Oregano und Minze belohnen Sie im Folgejahr für Ihre weitsichtigen Vorkehrungen.

Bauen Sie sich um jede Pflanze ein kleines Gitter, zum Beispiel aus Kaninchendraht und Stöcken. Füllen Sie es ca. 50 cm hoch mit Laub auf und geben Sie eine kleine Schicht lockere Erde oder Sand darüber, damit der Wind Ihr Staudenbett nicht zerwühlt.

Leere Beete, die im Frühjahr neu angelegt werden, sollten noch vor den ersten Frösten gut umgegraben werden. Die Kälte macht die Bodenstruktur schön feinkrümelig, so dass die neue Aussaat im Frühjahr ganz leicht von der Hand geht.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in das neue Gartenjahr!