Hülsenfrüchte - Die leckeren Powerpakete

Hülsenfrüchte gehören zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt! Sie lassen sich bis zu 10.000 Jahre rückverfolgen und stammen ursprünglich aus Südostasien und Ägypten. Auch in unseren Gärten sind die leckeren Kraftpakete weit verbreitet und aus dem eigenen Nutzgarten gar nicht mehr wegzudenken. Diesen Umstand verdanken sie vor allem ihrer Bedeutung und Verwendung in den Küchen dieser Welt. Denn schon bei den alten Ägyptern waren Hülsenfrüchte ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Bohnen und Erbsen aus dem eigenen Garten geben dem Essen aber auch heute noch ein ganz besonderes Aroma und finden nicht nur in der Hausmannskost Verwendung. Selbst Sterne- und topaktuelle Jungköche haben Hülsenfrüchte für sich entdeckt und kreieren neue Rezeptideen.

Hülsenfrüchte haben einen hohen Eiweißgehalt und sind reich an Protein, Vitaminen und Mineralstoffen. Der glykämische Index (Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel) ist durch die komplexen Kohlenhydrate verhältnismäßig niedrig und macht sie insbesondere bei fleischarmer und fleischloser Ernährung nahezu unverzichtbar.

Aber auch für den Garten bringen Hülsenfrüchte einen entscheidenden Vorteil. Viele Hülsenfrucht-arten binden den Luftstickstoff und lagern diesen mit Hilfe von Knöllchenbakterien im Boden ein. Stickstoff, den die Pflanze nicht selbst verbraucht, kommt so den Nachkulturen zu Gute. Mit Hülsenfrüchten ist also eine sanfte und natürliche Stickstoffdüngung möglich.

Buschbohnen

Die Buschbohne, botanisch Phaseolus vulgaris var. Nanus,  gehört zu den Hülsenfrüchten und unterscheidet sich aufgrund ihres recht niedrigen Wachstums von maximal 50 cm, von den kletternden Stangenbohnen. Sie sind besonders pflegeleicht, benötigen keine Rankhilfe und versprechen eine schnelle Ernte auf kleinstem Raum. Frühe Buschbohnen reifen bereits nach 59 Tagen, also in 2 Monaten von Aussaat bis Ernte. Man unterscheidet die Buschbohnen in den verschiedenen Sorten, nach der Farbe der Hülsen. Von grün bis gelb, rot bis weiß, sowie lila ist alles möglich. Gelbe Bohnen werden im Allgemeinen als Wachsbohnen bezeichnet. Es gibt unterschiedlich große Hülsen. Die langen werden als Brechbohnen bezeichnet, die dünnen als Filetbohnen.

Es gibt verschiedene Wuchstypen.

Der sogenannte Gluckentyp, bei dem die Hülsen über dem Laub hängen, ist besonders vorteilhaft wenn es um die Ernte der leckeren Hülsen geht. Besonders niedrige und kompakte Bohnen eignen sich sehr gut für die Topfkultur. Hier ist z. B. die Topf-Buschbohne „Tempo“ zu empfehlen. Sie besticht mit schlanker Linie, Schönheit und viel Aroma! Die Buschbohne „Tempo“ ist mit 60 Tagen Entwicklungszeit eine sehr frühe Sorte, mit mittelgrünen, bis zu 12 cm langen Hülsen. Die Pflanzen haben einen aufrechten, kompakten Wuchs und sind daher ideal für die Topfkultur auf sonniger Terrasse oder Balkon geeignet.

Stangenbohnen

Besonders fleischig und aromatisch sind die sogenannten Schwertbohnen, mit flachen, langen Hülsen. Mit dem Anbau der grünen Sorte „Limka“ und der gelben Sorte „Goldelfe“ erhalten Sie fadenlose, knackig-saftige Hülsen. Vor dem Verzehr werden sie in kleine Stücke geschnitten. Im Volksmund nennt man sie daher auch „Schnippelbohnen“.

Die grüne rundhülsige Sorte „Fasold“ stammt aus eigener Erhaltungszüchtung und ist an hiesige Klimabedingungen bestens angepasst. Ihre hübsche, lilafarbene Blüte macht Sie außerdem noch zu einem echten „Hingucker“.

Prunkbohnen

Prunkbohnen sind absolute Schönheiten und überzeugen durch aromatische Hülsen. Einen genauen Blick sollten Sie auf die hübschen Samen werfen. Jedes Korn ist ein wahres Kunstwerk und wird daher auch gerne als Dekoration verwendet. Die hübschen Blüten und das kräftige, gesunde Laub verschönern Zäune, Pergolen und  Spaliere. Wir können Ihnen die Sorte „Painted Lady“ mit rot-weißen Blüten und die Sorte „Lady Di“ sehr ans Herz legen. Die Prunkbohne „Hestia“ ist kleinwüchsig und lässt sich hervorragend im Kübel anbauen. Die kräftig, aromatischen Hülsen sind für Eintöpfe hervorragend geeignet.

Puffbohnen (Listra)

Puffbohnen können sehr zeitig, ab Februar, gesät werden und eröffnen damit die Gartensaison. Verzehrt wird bei dieser Art Bohne nicht die ganze Hülse, sondern nur die frischen, jungen, zarten, aromatischen Bohnensamen. Ältere Bohnensamen werden gekocht und sind in deftigen Eintöpfen ein Klassiker.