Frühlinsgruß aus dem (Gemüse-)Garten

Gemüsesaaten, die im zeitigen Frühjahr, ab März direkt in das Frühlingsbeet oder den Frühbeetkasten gesät werden, gelten im Allgemeinen als die sogenannten „ Klassiker“.

Dazu gehören insbesondere Radies, Frühlings- und Sommerrettiche, Möhren, Pastinaken, Petersilie, Schnittlauch, Saatzwiebeln, Spinat, Dicke Bohnen und Schalerbsen.

Im April geht es mit Mangold, Roten Rüben und Futterrüben weiter.

Auch verschiedene Blumen können gerne schon im Frühjahr, direkt im Freiland ausgesät werden.

Hierzu zählen u.a. Feld- und Wiesenblumen, wie Kornblumen, Kornrade, Klatschmohn und Ringelblumen.

Wer keinen Garten hat, kann einige Arten auch problemlos in Kübeln auf dem Balkon oder der Terrasse säen.

Zu den Arten, die dabei zuverlässig reiche Ernte liefern, gehören:

Salat:

  • Topfgärtner lieben Pflücksalate. Ab März, alle 2-3 Wochen in flache Schalen oder Kästen gesät, sind sie wenige Wochen später erntereif. Bewährt haben sich auf warmen, sonnigen Terrassen die franco - italienischen Salate wie Frisee- Endivien „Myrna“ und die Rauke, auch „Rucola“ genannt.
  • Asia-Salate, wie „Mizuna“, „Komatsuna“ und „Amchoi“, wachsen in geschützten Lagen das ganze Jahr über. Weil sie während langer Frühsommertage schnell blühen, erntet man sie am besten schon im Baby-Alter.
  • Von Mitte Juli bis April kann Feldsalat gesät und im Winter laufend geerntet werden.

Wurzelgemüse:

  • Radieschen zählen zu den Balkon-Klassikern. Man sät sie direkt in Kästen, wo sie schnell und  unkompliziert wachsen.
  • Etwas anspruchsvoller sind Möhren und Pastinaken. Sie brauchen lange und bestehen auf gleichmäßig feuchte und lockere Erde. Sie wünschen sich ein Gefäß, in dem sie mind. 40 cm Platz nach unten haben. Staunässe bekommt ihnen gar nicht. Die Möhre „Caracas“ eignet sich besonders für Balkonkästen.
  • Rote Bete ernten Balkongärnter meist schon im Baby-Alter als Salatblätter oder als Mini-Knollen in Radieschen-Größe. Hier sind die einsamigen Sorten, wie „Monika“, zu empfehlen.

Tomaten/Paprika:

  • Stabtomaten gedeihen gut im Topf, vorausgesetzt er fasst mindestens 20, besser 40 Liter Erde. Hängende Balkon-Sorten, wie zum Beispiel die „Tumbling Tom Red“ lassen auch in kleineren Gefäßen reichlich Früchte reifen.
  • Paprikapflanzen setzen selbst in Gefäßen mit nur 15-20 Liter Volumen viele Früchte an. Tomaten und Paprika wünschen sich warme, geschützte Plätze, an denen sie Sonne tanken können. Beide zieht man am besten ab März im Haus vor und pflanzt sie Mitte Mai in ihren Freilandkübel.

Erbsen:

  • Vor allem Zuckererbsen eignen sich bestens für den Topfgarten. Anfang April 5 cm tief in 30 cm hohe Gefäße gesät, liefern sie im Frühsommer knackige Hülsen für den Salat oder für Asia-Gerichte. Als Rankgerüst haben sich abgesehen von Gittern auch gesteckte Äste bewährt. Sie lassen sich nach der Ernte samt dem Erbsengrün auf dem Kompost entsorgen.

Bohnen:

  • Busch-, Stangen- und Feuerbohnen gedeihen alle gut im Kübel, vorausgesetzt die Erde darin bleibt gleichmäßig feucht. Besonders zu empfehlen ist aber die kleinwüchsige „Hestia“.
  • Weil Bohnen keine Kälte vertragen, kommen die Samen besser erst ab Mitte Mai in die Erde. Auf dem geschützten, warmen Balkon oder der Terrasse, frühestens Ende April.

Zucchini:

  • Zucchini brauchen Platz, haben großen Hunger und noch größeren Durst. Außerdem stehen sie gerne an einem warmen, sonnigen Ort. Diese Wünsche lassen sich alle im Kübel mit einem Volumen von mindestens 40, besser 60 Liter erfüllen. 

Der Trick mit dem Beutel:

  • Wer keine großen Kübel hat, kann Tomaten auch direkt in Erdsäcke pflanzen. Während die Früchte reifen, haben die Pflanzen großen Hunger und Durst: Organischer Flüssigdünger und 5-6 Liter Wasser täglich, stillen beides.
  • Direkt in geschlitzte Erdsäcke gesetzt, profitieren Salatpflänzchen von der Wärme, die sich unter der Folie sammelt. Außerdem trocknet die Erde weniger schnell aus. Damit Gießwasser zügig abfließt, pikst man vor dem Pflanzen Löcher in die Unterseite der Beutel.

Außerdem herrschen in großen Pflanzsäcken beste Bodenverhältnisse, auch wenn die Erde darum herum voll mit Steinen oder Wurzeln ist. Anders als feste Holzrahmen lassen sich diese Beete auch mal umziehen.