Jetzt haben wir den Salat!

In Mitteleuropa fand der Salat ab dem 8. Jahrhundert unter Karl dem Großen Verbreitung.
Heute unterschieden wir Eis-, Kopf- oder Buttersalate, Pflück-, Schnitt-, Eichenblatt, Krull- und Kraussalate. Außerdem kennen wir Batavia- und auch Binde- oder Romanasalate.

Das Schöne am Salat ist, dass er sich völlig unkompliziert anbauen lässt und fast das ganze Jahr über zur Verfügung steht.
Am verbreitetesten ist sicherlich der Kopfsalat. Vollsonnig sollte er stehen, um hohe Nitratwerte zu vermeiden. Ansonsten ist er anspruchslos und gedeiht auf jedem Boden.
Auf der Beliebtheitsskala immer weiter nach oben klettert der Feldsalat - bekannt auch unter dem Namen "Rapunzel". Er wird von März bis September gesät und kann entsprechend im Herbst oder Frühjahr geerntet werden. Im Frühbeet oder im ungeheizten Gewächshaus können Sie den Feldsalat sogar das ganze Jahr über kultivieren.

Wir unterscheiden die Salate in 4 wichtige Artengruppen:

Frühjahrs-/ Sommersalat = Gartensalat = Lattich-Gruppe

Spätsommer-/ Herbstsalat = Endivien-/ Raddicchiosalat = Cichorium-Gruppe

Herbst- / Wintersalat = Feldsalate = Baldriangewächse

Allrounder“= Asiasalate = Kohlgewächse

Kopfbildene Salate

Nach einer anfangs offenen Blattrosette bilden sich bei Kopf- & Buttersalaten im Reife-/Wachstumsprozess immer mehr Blätter, die sich mehr oder weniger dicht zu einem festen Kopf schließen. Die Blattfarbe variiert von hell- bis dunkelgrün und auch rot bis bräunlich. Kopfsalat hält sich einige Tage im Kühlschrank und hat eine angenehme Frische.
Die meisten Sorten besitzen sehr gute Resistenzen gegen Krankheiten, wie den Falschen Mehltau.

Eis- & Krachsalat  haben relativ feste, knackige Blätter und sind in der Regel meist länger haltbar als Kopfsalate. Die Blätter haben einen vorzüglichen Geschmack, da der bittere Milchstoff, den alle Salate enthalten, kaum zu schmecken ist.
Doch lassen Sie sich von seinem Namen nicht irritieren: er ist nicht winterhart! Die Bezeichnung "Eis" bezieht sich auf seine gute Lagerfähigkeit im Kühlschrank. Eissalate sind unempfindlicher gegen hohe Temperaturen und neigen nicht zum schossen. Er verträgt kurzfristig Trockenheit und Kühle. Am besten geht es ihm aber bei gleichmäßiger Feuchte und Wärme.

Unser Favorit in Punkto Geschmack ist der Bataviasalat!
Bataviasalate wurden in Frankreich gezüchtet und erfreuen sich auch noch heute größter Beliebtheit. Sie sind eine Art Übergangsform zwischen Eis- und Kopfsalat. Die Blätter sind haltbar und knackig, mit wenigen Bitterstoffen und sind doch weich und zart.

Alle Binde-, Spargel- und Romanasalate gehören zu der gleichen Gruppe von Salaten. Allen gemeinsam sind die fast aufrecht stehenden, länglichen Blätter, die die typisch lockeren Köpfe bilden.

Der Spargelsalat ist eine alte chinesische Kulturpflanze (Wosun).
Es handelt sich aber nicht um Spargel im herkömmlichen Sinne, es handelt sich vielmehr um einen Salat der, aufgrund der sich schnell bildenden langen Sprossachsen, wie Spargel zubereitet und verzehrt wird.
Dennoch lässt er sich auf zwei Arten genießen. Richten Sie die Blätter als Blattsalat an oder bereiten Sie einfach die erwähnten Sprossachsen wie Spargel zu.
Die sich schnell bildenden Sprossachsen, verursacht durch eine starke Neigung zum Schossen, ist eine Eigenschaft von Lattichgewächsen, die über die Jahrhunderte weggezüchtet wurde. Schließlich wurde der Focus der Züchtung auf das Blatt gelegt.

Bei Romanasalat ist das Wort „Romana“ eine Herkunftsbezeichnung. Römersalat soll bereits seit 4000 Jahren in Ägypten bekannt gewesen sein und wurde zunächst hauptsächlich in den Mittelmeerländern angebaut.
Die älteren Züchtungen mussten noch zusammengebunden werden um süße Blätter mit wenigen Bitterstoffen zu gewinnen (daher  der Begriff „Bindesalat“).
Die Köpfe der heutigen Neuzüchtungen sind inzwischen so kompakt und selbst schließend, dass sie diese Maßnahme nun nicht mehr benötigen. Geblieben sind dagegen die Hitzebeständigkeit und die etwas knackigeren Blätter.
Romanasalat wird in der mediterranen Küche auch als Kochsalat verwendet, da er nicht so schnell auseinanderfällt.
Auch unser Neuzüchtung Mini-Romanasalat „Gohar“ benötigt nicht viel Platz und passt daher in jedes kleine Beet. Besonders schmackhaft sind die Salatherzen. Tun Sie sich was Gutes, probieren Sie Ihn mal.

Blattsalate (nicht kopfbildende Salate)

Pflück-, Schnitt-, Babyleaf-, Eichblatt-, Krull-/Kraussalate haben offene Blattrosetten, sie bilden also keine festen Köpfe. Bei Blattsalaten pflückt oder schneidet man zumeist nur einzelne Blätter, da er wieder nachwächst und immer wieder geerntet werden kann, wenn die Herzblätter stehen bleiben.

Mehr Blattmasse hat man allerdings, wenn man die einzelnen Pflanzen mit ihren lockeren Köpfen, wie auch bei den Kopfsalaten, auswachsen lässt und komplett erntet. In diesem Fall kann die Pflanze allerdings nicht nach wachsen.
Entscheiden Sie sich im Vorfeld für eine der beiden Erntegewohnheiten, da die Aussaatabstände berücksichtigt werden müssen.
Enge Saatabstände = Einzelblatternte,
größere Saatabstände = Kompletternte.

Die näheren Bezeichnungen wie „Pflück“ oder „Schnitt“ deuten auf die Art und Weise hin, wie diese geerntet werden können. Eichblatt-, Krull- und Kraussalat beschreibt die Form der Blätter.
Babyleaf (leaf (engl.)=Blatt) ist eine nähere Bezeichnung für das Entwicklungsstadium indem die Blätter geerntet bzw. verzehrt werden sollten – die ganz jungen, zarten Blätter also!
Bei Babyleafsalat handelt es sich nicht um eine einzige Sorte, sondern meistens um ein Sortengemisch verschiedener Blattsalate mit möglichst verschiedenen Blattfarben und Formen.
Von der Aussaat bis zur Ernte benötigen Blattsalate oft nur ca. 5-6 Wochen.
Da der Anbau einfach und schnell geht, erfreut er sich größter Beliebtheit. Aus diesem Grund bieten wir hier auch eine größere Vielfalt von Sorten an, als vergleichsweise zu den kopfbildenden Salaten.
Weitere Anbaubauargumente für Blattsalate liefern uns die Ernährungswissenschaftler. Salat enthält die Vitamine C, B1, B2 und E außerdem Karotin, Mineralstoffe und organische Säuren.
(Quelle: Bericht Sächsische Landesanstalt)
Dem mehr und weniger enthaltenen Milchsaft/Bitterstoff werden sogar verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt.