Direktsaat-Petersilie

Der Anbau von Petersilie ist kein besonderes Wunderwerk, viel mehr aber eine Geduldsprobe. Wenn es überhaupt etwas Negatives über Petersilie zu berichten gibt, dann wohl dass ihre Keimdauer bei bis zu 30 Tagen liegt.

Grundsätzlich kann Petersilie das ganze Jahr über gesät werden. Wir empfehlen aber die Direktsaat im Frühjahr oder im Spätsommer/Herbst. Diese Maßnahme verkürzt die Keimzeit nicht, aber die Umweltbedingungen sind durch niedrigere Außentemperaturen und Regen besser als im Hochsommer. So müssten Sie die Sommeraussaaten wegen der hohen Außentemperaturen aufwendig pflegen und ständig gießen, damit die Saat nicht austrocknet.  Im Frühjahr und Herbst übernimmt das „Mutter Natur“ für Sie.

Gesät wird flach, ca. 0,5 - 1 cm tief. Die Samen werden leicht bedeckt, angedrückt und gewässert.

Dabei gilt, wie bei den meisten Aussaaten, die Saat feucht aber nicht nass zu halten.

Neben der Aussaat im Kräuter- oder Gemüsebeet, kann Petersilie problemlos auch in Kübeln, Töpfen und Balkonkästen kultiviert werden.

In diesem Fall bieten wir Ihnen aus unserem Sortiment die Saatscheiben an.  Die absolut einfachste Art der Aussaat. Auslegen, gießen und wachsen lassen. Über Aussaatabstände müssen Sie sich keine Gedanken machen! Für Beete ist das Petersiliensaatband in der gekrausten Sorte „Mooskrause 2“ und in der glatten Variante „Gigante d’Italia“ empfehlenswert. Abwechslung bietet auch das Saatband des Kräutersortiments „Deutschland“. Es ist eine Kombination mit anderen Lieblingskräutern wie Dill und Bohnenkraut.

Nach der Keimung ist Petersilie nicht sehr pflegeintensiv. Bei generellen Pflegearbeiten, wie beispielsweise Unkrauthacken, sollte die fleischige Pfahlwurzel der Petersilie nicht verletzt werden. Greifen Sie hier lieber zu weniger groben Methoden und verwenden lieber nur die Hände zum Zupfen.

Bei humosen Böden ist das Düngen nicht nötig. In Töpfen und Kübeln ist allerdings für ausreichend Nährstoffzufuhr zu sorgen, da in Gefäßen Nährstoffdepots schnell erschöpft sind. Wenn die Blätter hellgrün werden, kann das unter anderem ein Anzeichen für Nährstoff- oder Lichtmangel sein.

Der Standort sollte daher im besten Fall sonnig bis halbschattig sein.

Geerntet wird bei Neuaussaaten ab Juni bis zum Frost. Im 2. Standjahr kann die Petersilie bereits ab März geerntet werden. Warten Sie aber zunächst die kräftige Entwicklung der Pflanze ab und ernten erst nach dem 4. echten Blattpaar. Die Herzblätter stehen lassen! Nach der Blüte im 2. Jahr stirbt die Petersilie dann ab.

Frisch geerntete Blätter eignen sich auch sehr gut zum Einfrieren und werden so auf eine effektive Weise konserviert.

Bekannte Krankheiten, die bei Petersilie auftreten können, sind zum Beispiel pilzliche Blattfleckenkrankheiten, sowie Blatt- und Wurzelläuse. Bei pilzlichen Krankheiten sind gelbe oder rötliche Blätter zu beobachten. Bei einem akuten Befall hilft leider oft nur die Entsorgung um dann neu auszusäen. Das gleiche gilt in der Regel auch bei Befall von Wurzelläusen. Ein geringer Befall von Blattläusen kann evtl. noch durch absammeln oder auch durch Nützlinge wie Marienkäfer behoben werden.

Achten Sie bei einer erneuten Aussaat aber auf die Fruchtfolge. Petersilie ist mit sich selbst unverträglich und muss daher immer an wechselnden Standorten gesät werden. Erst nach dem 4. Jahr kann der Standort dann wiederholt werden. Gute Vorfrüchte sind Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und auch Lupinen, da sie Stickstoffsammler sind. 

Günstige Nachbarn sind Schnittlauch, Oregano, Thymian und mehrjährige Kulturen wie Bergbohnenkraut.

Ungünstige Nachbarn sind Doldenblüter (Apiaceae) wie Möhre, Pastinaken und Sellerie.

Tipp:

Beim Anbau in Töpfen, die Gefäße bei Wiederverwendung gründlich reinigen um evtl vorhandene Krankheiten nicht zu übertragen.

Keinen frischen Stalldung verwenden! 

Staunässe unbedingt vermeiden, da die fleischige Wurzel sonst fault und die Pflanzen absterben.